Dienstag, 3. Oktober 2017

Rollertour zur alten Heimat

Wir stehen ein paar Tage am Strand von Bérchida. Zum einen mag Willi mal was unternehmen, zum anderen gehen unsere Vorräte, allem voran Brot zur Neige.

Wir schwingen uns auf den Roller und fahren los.

Am Capo Camino schauen wir an unserem damaligen Stellplatz vorbei und stellen fest: auch hier werden heutzutage fleißig Parkgebühren kassiert.

In Santa Lucia schauen wir vorbei und stellen fest: der öffentliche Brunnen, an dem man früher Wasser tanken konnte, ist heute zu geschweißt, und am Pinienwäldchen steht nicht nur ein "Camper verboten" Schild, sondern derer gleich drei Stück nebeneinander, im Rest vom Dorf ist die Einfahrt mit WoMo's sogar ganz verboten.

In La Caletta schauen wir vorbei und stellen fest: die kleine Rosticceria am Hafen, auf die wir uns bereits gefreut haben, hat geschlossen.

Hm. Irgendwie alles wenig erfolgreich. 

Beim Blick auf La Calettas Hafen sucht unser Blick intuitiv die beiden Masten von Capella - natürlich aber ja vergebens. 


Ehe uns Schwermut befällt machen wir kehrt, gehen einkaufen, fahren nach Hause und werfen den Grill an ...



Montag, 2. Oktober 2017

Kleine Welt

Es stehen noch diverse andere Wohnmobile in Bérchida, darunter zwei Fahrzeuge mit FRI-Kennzeichen.

"Das könnte Kerli sein", meint Willi noch als dieser plötzlich vor uns steht! 

Wie klein die Welt doch ist. Kennen tun wir uns bisher nur aus einem Forum und da muss man nach Sardinien reisen, um sich endlich mal persönlich kennen zu lernen. Nett.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Bérchida

Nachdem wir die Berge hinter uns gelassen haben, geht plötzlich ein Abzweig nach rechts weg Richtung "Spaggia Bérchida". Aus Erfahrung wissen wir, dass eine Schotterstraße gute drei Kilometer zu einem Strandparkplatz führt.

Der Weg ist inzwischen verbreitert worden, wir kommen gut durch und am Ziel angekommen ... tadaaa, wie sollte es anders sein? ... begrüßt uns ein Kassiererhäuschen und eine immerhin recht hübsche Signora knöpft uns die Parkgebühr ab. Wenigstens über Nacht zu stehen sei hier kein Problem, versichert sie uns.

Wir bleiben. Denn es ist hübsch hier. Zwar ist der Parkplatz groß und nichtssagend, dafür aber der nahe gelegene Strand ein Traum: feiner und fast weißer Sand, das Meer türkisblau, die Wassertemperatur herrlich! Karibik-Feeling!














Samstag, 30. September 2017

In den Bergen des Golfo di Orosei

Die Strecke durch die Berge ist atembraubend schön, ab Baunei, welches noch relatv nah am Meer liegt, gibt es auf gut 60 Kilometer keine Ortschaften mehr, dafür aber grandiose Ausblicke in das hinter uns zurück fallende Tal und die Berge rundum - wieder einmal ändert Sardinien sein Anglitz völlig, plötzlich ist Sand und Strand vergessen und man ist im Gebirge.

Wir halten die Augen offen: nicht selten sieht man hier wild lebende Schweine, und tatsächlich, es dauert nicht lange und da sind welche. 


Sie sind eine Kreuzung aus Haus- und Wildschwein, neugierig kommen die Jungtiere näher, ebenso die Alten, wenn auch sehr viel wachsamer. Anscheinend sind sie es gewöhnt von belustigten Touristen für ein paar Fotos gefüttert zu werden, von uns gibt es leider nix - knipsen tun wir natürlich trotzdem.

Gelegentlich, aber sehr viel seltener sieht mal in solch abgelegenen Gegenden auch mal Wildpferde. Diese sind im Vergleich zu den Schweinen sehr viel scheuer, und heute haben wir mit ihnen kein Glück.








Giro d'Italia

In Santa Maria di Navarese gefällt es uns nicht gut genug, um länger als eine Nacht zu bleiben. Wir fahren weiter, heute liegen die Berge des Golfs von Orosei vor uns. 

Unterwegs wundern wir uns zunächst: Überall in den Ortschaften sieht man rosarot angemalte Fahrräder und Drahtesel, teilweise hübsch geschmückt zieren sie unseren Weg. 


Es dauert eunen Moment, bis wir sie mit der Giro d'Italia (dem italienischen Pendant zur Tour de France) in Verbindung bringen, die offenbar vor nicht allzulanger Zeit stattgefunden hat. Diese verlief anscheinend über genau die Strecke, die wir heute fahren. Und wir staunen nicht schlecht, immerhin schrauben wir uns bis zum Passo Silana auf 1017 Meter Höhe - noch mehr staunen wir, als wir hier oben von zwei Radfahrern überholt werden!


Ob sie auf dem Giro verloren gegangen sind?




Freitag, 29. September 2017

Die Roten Felsen von Arbatax

Am nächsten Tag fahren wir weiter. 

Von anderen Campern hörten wir unlängst, dass es weiter nördlich einen Strandplatz mit einer kleinen Bar gebe, dessen Betreiber gegen kleine Gebühr WoMo's auch für die Nacht stehen liesse. Also fahren wir dort hin.

Angekommen stehen dort tatsächlich Camper, die Bar hat jedoch für dieses Jahr bereits geschlossen, es sieht aber nett aus hier. Allerdings kommt uns zu Ohren, dass auch hier gerade heute die Polizei angetreten ist und darauf hingewiesen habe, dass Übernachten verboten sei. 

Na toll, darauf lassen wir es jetzt nicht ankommen und fahren weiter. 

Wir befinden uns in unmittelbarer Nähe von Arbatax. Weil Sonja & Klaus sie noch nicht kennen, sehen wir uns die berühmten Roten Felsen an, und schießen unser wahrscheinlich 10. Foto davon ... nur die pinken Radel im Vordergrund sind diesmal neu.


Was auch neu ist: man kann hier nicht mehr stehen, der ehemals große Platz ist jetzt im vorderen Bereich durch eine Kette abgetrennt. Schade. 

Aus Ermangelung anderer Möglichkeiten landen wir in Santa Maria di Navarese auf dem offiziellen Stellplatz - es ist offensichtlich so, dass man sich daran gewöhnen muss, nur noch auf Bezahlplätze gehen zu können. Und in diesem Zusammenhang stellen wir wieder einmal etwas resigniert fest: ähnlich wie beim Yachttourismus, "wir" sind heutzutage schlichtweg einfach zu viele ...


Donnerstag, 28. September 2017

SP Bellavista

Die Polizei hat uns zwar nicht aufgefordert, den Platz zu räumen, doch jetzt ist uns der Spaß hier irgendwie vergangenen.

Wir packen zusammen und ziehen um auf den wenige Meter weiter gelegenen Wohnmobil Stellplatz. 

Hier machen wir uns breit, d.h. stellen raus, was die Heckgarage hergibt inklusive Hängematten und Gasgrill. 

Wir Mädels nutzen die Gunst der Stunde und stürzen uns auf die vorhandene Waschmaschine, weing später flattert unsere Wäsche zwischen den Bäumen.

Willi zaubert uns eine leckere Spaghettata und wir genießen. Wäre doch gelacht, wenn uns jemand die Laune vermiest ... auch nicht die Scharen von Wespen, die sich auf unser Abendessen stürzen wollen, und uns frühzeitig die Flucht nach drinnen antreten lassen.